20170307Platzverweis? Der Bedburdycker Jochen Schumachers (r.) sah nach diesem Foul an Gnadentals Kapitän Pavel Kmiotek die Gelbe Karte. FOTO: l. berns

Gierath. Bezirksligist SV Bedburdyck/Gierath überzeugt beim 3:0-Heimsieg gegen Gnadental. Von Christos Pasvantis

In dieser Form wird es ein sehr langer Weg für die DJK Gnadental, wenn sie noch von den Abstiegsrängen der Fußball-Bezirksliga entkommen möchte. Bei der 0:3-Pleite (0:1) beim SV Bedburdyck/Gierath war die DJK zum Jahresauftakt chancenlos. "Das war enttäuschend", fand Trainer Jörg Ferber.

Denn die Offensivaktionen, die seine Gnadentaler zielgerichtet auf das Bedburdycker Gehäuse brachten, ließen sich im Dauerregen an einer Hand abzählen. "Wir haben da überhaupt keinen Spielfluss zustande bekommen", haderte Ferber, der allerdings auch eine frühe entscheidende Szene gesehen hatte: Nach 15 Minuten foulte SV-Abwehrchef Jochen Schumacher Pavel Kmiotek nach einem langen Ball im Laufduell, die Gelbe Karte von Schiedsrichter Carsten Schmitz war wohl die richtige Entscheidung. "Für mich war das eine klare Notbremse und damit Rot", fand Ferber, "auch wenn das keine Ausrede für unsere schlechte Leistung sein kann und die Niederlage hochverdient ist."

Die im Winter verstärkten Gastgeber fingen gleich mit allen vier Neuzugängen in der Startelf an: Dominik Jahn startete als Linksverteidiger, Christoph Schmidt, Talha Moral und George Matatsidis im Mittelfeld. "Ich hatte verletzungsbedingt eigentlich keine andere Wahl. Die Neuen haben sich aber sehr gut eingebracht", sagte Coach Thomas Schumacher. Insbesondere Matatsidis und Schmidt hatten mit sehr überzeugenden Debüts ihren Anteil am im Verlauf des Spiels immer flüssiger funktionierenden Kombinationsspiel. Mit seinem abgefälschten Schuss nach einem Matatsidis-Freistoß traf Schmidt nach 18 Minuten auch zur Führung. Spätestens als Jochen Schumacher nach einem weiteren Freistoß und einer unglücklichen Abwehr von DJK-Keeper Nico Bayer zum 2:0 abstaubte (52.), schien die Gnadentaler Gegenwehr gebrochen. Nach feiner Vorarbeit von Kevin Mülfarth machte Ersin Deniz nach 64 Minuten seinen 14. Saisontreffer, danach ließen Matatsidis, Deniz, Tobias Daumen und Musa Yesilbag reihenweise weitere hochkarätige Möglichkeiten liegen.

Trainer Schumacher war zufrieden: "In der ersten Halbzeit war es sicherlich ein bisschen zäh, da haben wir nicht das gemacht, was wir eigentlich können. Wir hatten das Spiel aber jederzeit im Griff und haben vor allem in der zweiten Hälfte dann auch richtig guten Fußball gespielt." Sechs Punkte Vorsprung hat der Aufsteiger nun auf den Relegationsplatz. In den Tabellenkeller gehört er mit solch hochwertigem Fußball aber ohnehin nicht.

Quelle: NGZ Christos Pasvantis

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